A

Abstützung

Abstützungen dienen der Sicherung von Bauteilen und werden vor allem bei der Druckmaschinenmontage genutzt. Die Hubgerüste sind dabei oftmals im ersten Obergeschoss aufgebaut. Unter dem Bereich der Fahrbahn befindet sich meist ein Keller, weswegen die auftretenden Lasten durch Abstützungen abgeleitet werden. Zum Abstützen verwendet man entweder teleskopierbare Stahlstützen oder aber Holzstützen, bei SCHOLPP auch „Schwarzwaldsprieße“ genannt.

 

Anschlagen von Lasten

Anschlagen von Lasten bedeutet die Befestigung der Last unter Zuhilfenahme von Lastaufnahmeeinrichtungen. Hierbei wird zwischen Anschlag- und Lastaufnahmemittel unterschieden. Auf allen Anschlagmitteln ist die jeweils höchstzulässige Tragfähigkeit angegeben.

 

Anschläger

Die Person an der Last wird als Anschläger bezeichnet. Sie bereitet das Heben schwerer Lasten vor, schlägt die Last mit geeigneten Lastaufnahmeeinrichtungen an und ist für das sichere Absetzen dieser verantwortlich.

 

Anschlagmittel

Anschlagmittel sind Lastaufnahmemittel, die zwischen dem Tragmittel (z. B. ein Kran) und der zu hebenden Last eingesetzt werden. Anschlagmittel können Seile, Ketten, Hebebänder, Hebegurtschlingen, Rundschlingen – auch Schlupf genannt – und lösbare Verbindungsteile wie Schäkel oder Wirbel sein. Auf allen Anschlagmitteln ist die höchstzulässige Tragfähigkeit angegeben, die nicht überschritten werden darf. Lediglich Bauteile nach DIN EN 818 werden mit der Nenngröße und der Güteklasse markiert.

 

Ausladung

Die Ausladung, auch Auslage genannt, ist der Bereich auf dem Kranausleger, der von der Laufkatze erreicht werden kann. Sie ist zusammen mit der Hubhöhe und der Last der wichtigste Faktor zur Bestimmung der Krangröße. Das Maß ändert sich dabei je nach Auslegerstellung. Die kleinste Ausladung befindet sich am vertikalen Teil des Krans, die größte dagegen am äußeren Ende des Kranauslegers. Die zulässige Tragfähigkeit des Kranes hängt von der Ausladung ab.

 

B

Betriebsverlagerung bzw. Betriebsumzug

Der Umzug eines kompletten Produktionsbetriebes von einem Standort an einen neuen wird als Betriebsverlagerung bzw. Betriebsumzug bezeichnet. Dazu gehören Demontage, Transport, Montage und die Inbetriebnahme von Maschinen und Anlagen.

 

Bodenbelastung

Die zulässige Belastung des Bodens wird durch dessen Art und Zustand bestimmt. Sie richtet sich nach den Werten für Bodenpressungen. Diese betragen 25 – 30 N/cm² bei unbefestigten und 50 – 60 N/cm² bei befestigten Böden sowie 75 – 100 N/cm² bei Straßenbelag. Die erforderliche Abstützfläche ist abhängig von der notwendigen Stützkraft und bildet die Grundlage für die Abmaße der Unterbauplatten. Der vom Kran oder Transportmittel eingeleitete Druck darf die zulässige Bodenbelastung nicht überschreiten. Ansonsten kommt es zu einem Grundbruch, der Boden gibt nach und das Transportmittel kann umkippen. Beachten Sie einzeln auftretende Punktlasten.

 

E

Einscheren

Wenn die zu hebende Last größer als die Zugkraft der Winde an Kran oder Laufkatze ist, muss das Hubseil nach dem Prinzip des Flaschenzuges entsprechend eingeschert werden, um somit das Hubvermögen zu erhöhen.

 

Elektrische Laufkatze

Die elektrische Laufkatze ist ein bewegliches Kranbauteil, das für die Veränderung der Lage des Hubseils zuständig ist. Aus diesem Grund werden Laufkatzen auch als Krankatzen bezeichnet. Bei SCHOLPP werden elektrische Laufkatzen auf Hubgerüsten eingesetzt, wodurch eine zu hebende Last bis zu 25 Tonnen präzise elektrisch vorgefahren und positioniert werden kann.

 

F

Fahrbahn 

Unter dem Hubgerüst wird eine Fahrbahn ausgelegt, auf der das Hubgerüst beim Längsverfahren geführt wird. Die Schienen für die Fahrbahn müssen parallel sowie in die Waage ausgerichtet und mit einem Endanschlag ausgestattet sein. Die Fahrbahn leitet die auftretenden Kräfte in den Hallenboden ein, manchmal muss die Fahrbahn zur besseren Lasteinteilung mit Hartholzschwellen unterbaut werden.

 

Führungsseil

Das Führungsseil, auch Sorgleine genannt, dient zur sicheren Führung von Lasten während des Hebevorgangs. Dabei ist darauf zu achten, dass  zwischen Anschläger und Last ein ausreichender Sicherheitsabstand eingehalten wird.

 

 G

Galgen

So wird ein Kranarm (auch Kragarm) oder Kranausleger genannt, der aus einem Gabelstapler einen Kran macht. Dabei wird die Gabel mit dem Galgen getauscht. Es ist dadurch möglich, Lasten von oben anzuheben und zu bewegen.

 

 H

Haken (auch: Lasthaken)

Haken werden an Seilen oder Ketten befestigt und sind wichtige Komponenten für Anschlagmittel.

 

Hakenhöhe

Die Hakenhöhe gibt das Maß zwischen Boden und Lasthaken an.

 

Hubgerüst

Mit Hubgerüsten können Lasten bis 1.200 Tonnen Gewicht dreidimensional verfahren, gedreht und genau positioniert werden. Sie sind ideal in Hallen mit beengten Platzverhältnissen, unterschiedlichen Fußbodenhöhen und geringen Deckenhöhen.

 

Hydraulische Schiebestütze

Bei Seilzugportalen können in den Türmen rechts und links hydraulische Schiebestücke eingebaut werden. Die Grundhöhe des Portals wird mittels Hallenkran aufgebaut und anschließend das gesamte Portal hydraulisch in den Fahrbereich des Hallenkrans hinein erhöht. Dadurch lässt sich bei engen Platzverhältnissen jeder Zentimeter auf der Baustelle optimal ausnutzen.

 

I

Inbetriebnahme

Nach der Montage einer Anlage muss sie wieder in Gang gebracht werden. Alle mechanischen und elektrischen Komponenten werden zu diesem Zweck getestet sowie alle Funktionen der Maschinen erprobt, um sie anschließend in Betrieb zu nehmen.

 

Inplantkran (auch: Industriekran)

Ein Inplant- bzw. Industriekran ist ein kompakter Kran, der mit angehängten Lasten fahren kann und keine Straßenzulassung benötigt. Idealerweise wird er bei der Montage von Anlagen und Maschinen, vor allem in engen Hallen und bei laufender Produktion, eingesetzt. Es gibt ihn mit Elektro- und Dieselantrieb.

 

Inplantroller

Inplantroller sind sogenannte Schwerlastroller, die für den Transport von Lasten bis 250 Tonnen innerhalb eines Betriebsgeländes genutzt werden. Die Roller haben einen hydraulischen Achsausgleich für eine optimale Lastverteilung auf dem Boden und eine Hebe-Senk-Einrichtung, um Lasten aufnehmen und absetzen zu können.

 

Last

Die Last ist das zu hebende Gut, das mit einem Kran oder Hubgerüst versetzt wird.

 

Lastaufnahmemittel

 

Lastaufnahmemittel sind spezielle Lastaufnahmeeinrichtungen.  Sie können kraft- oder formschlüssig ausgeführt sein. Kraftschlüssig sind z.B. Blechklemmen, Greifer mit seitlicher Aufnahme oder Lasthebemagneten, formschlüssig sind z.B. Kranhaken und Coilhaken.